PureFluent startet WordStore – den ersten Aboservice für Übersetzungen

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Tim Branton

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Ian Gilchrist

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Februar 20, 2020

Heute sprechen Ian und Tim über WordStore, den neuen Aboservice für Übersetzungen von PureFluent, ein absolutes Novum in der Branche.

Ian:Was hat es mit dem neuen Abonnement von PureFluent auf sich?

Tim: Wir freuen uns sehr, unseren Kunden mit userem neuen WordStore, dem neuen Aboservice für Übersetzungen, eine ganz neue Palette an Optionen rund ums Übersetzen anbieten zu können. Teil davon ist das WordStore-Abonnement, bei dem unsere Kunden zu einem monatlichen Festpreis alle von ihnen benötigten Übersetzungsdienste erhalten können. In den letzten sechs Monaten haben wir intensivst an der Umsetzung dieses neuen Service gearbeitet und glauben, dass er die Übersetzungsbranche revolutionieren wird.

Die verfügbaren Abonnements decken nicht nur Übersetzungen ab, sondern auch andere verwandte Services wie mehrsprachige SEO, mehrsprachiges DTP, Transkreation sowie eher technische Aspekte wie die Integration in Content-Management-Systeme. Das Ziel ist immer, dass der Kunde mit einer einzigen Pauschalgebühr alle Serviceleistungen rund ums Übersetzen abdecken kann.

Ian:Was ist die Idee hinter diesem Preismodell?

Tim:Wir reagieren damit auf einige grundlegende Schwächen der Übersetzungsbranche. Für viele Kunden ist der gesamte Übersetzungsprozess irgendwie undurchsichtig und komplex. Daher arbeiten wir schon seit Langem und stetig daran, ihn einfacher und transparenter zu machen. Dazu haben wir uns auch alle Abläufe rund um die Bestellung und Bezahlung von Übersetzungen angeschaut und ein Modell entwickelt, das deutlich einfacher und vorhersehbarer ist.

Normalerweise muss man erst ein Angebot oder sogar mehrere einholen, freigeben lassen, Rechnungen prüfen und weiterleiten, ausstehende Rechnungen im Blick haben und vieles mehr. All dies ist also reine Verwaltungsarbeit und gehört meist gar nicht zum Aufgabenbereich des Kunden. Noch zeitaufwendiger wird es, wenn genau dokumentiert werden muss, wie viel jeweils für welche Projekte, Kostenstellen und Sprachen ausgegeben wurde, um auf dieser Grundlage eine Prognose für den Bedarf im nächsten Budgetzeitraum zu erstellen.

Unser Ziel ist es, das ganze Verfahren für unsere Kunden einfach und transparent zu gestalten.

Ian:Wie können die Kunden denn nachvollziehen, wie viel sie verbraucht bzw. noch zur Verfügung haben?

Tim:Nehmen wir das WordStore-Abo als konkretes Beispiel. Sagen wir mal, eine Firma braucht Übersetzungen ins Englische, Französische und Spanische. Der Wortpreis für diese Sprachen ist oft unterschiedlich, aber doch sehr ähnlich. Brauche ich zusätzlich aber auch noch Übersetzungen ins Japanische oder Norwegische, dann ist der Tarif deutlich höher.

Beim Übersetzungs-Abo berechnen wir ein und denselben Durchschnittspreis, der dann für alle benötigten Sprachen gilt. Man abonniert also einfach die Sprachen, die man benötigt, und muss sich anschließend keine Gedanken mehr darüber machen, ob Norwegisch nun teurer ist als Französisch.

Der Bestellvorgang für WordStore

Der zweite Schritt ist die Wahl einer Abo-Volumenstufe. Wir bieten Volumenstufen von 1 bis 15 an, wobei Stufe 1 einem Volumen von 80.000 übersetzten Wörtern pro Jahr entspricht, während es bei Stufe 15 1,2 Millionen pro Jahr sind. Wir können den Kunden helfen herauszufinden, welche Stufe für sie am besten passt. Nachdem diese Entscheidung getroffen ist, muss man sich ein Jahr lang keine weiteren Gedanken machen. Wenn man zum Beispiel Abostufe 3 mit 240.000 übersetzten Wörtern pro Jahr wählt, zahlt man seine monatliche Abogebühr und bestellt dann Übersetzungen ganz nach Bedarf und ohne weiteren Verwaltungsaufwand.

Aufgrund von saisonalen Schwankungen oder punktuellen Großprojekten, wie zum Beispiel dem Relaunch der Website, ist der Übersetzungsbedarf nicht jeden Monat gleich. Mit dem monatlichen Abopreis weiß man aber genau, welche Kosten jeden Monat entstehen und es gibt keine Überraschungen.

Zusätzlich sollte ich vielleicht erwähnen, dass man auch später noch Wörter hinzufügen oder zur nächsthöheren Stufe wechseln kann. Und natürlich kann man nach Ablauf der Abo-Laufzeit zu einer höheren oder niedrigeren Stufe wechseln. Sollten am Ende der vereinbarten Laufzeit noch Wörter übrig sein, kann man diese natürlich in den nächsten Vertragszeitraum mitnehmen.

Ian:Das heißt, wenn ich 16.000 Wörter in den nächsten Zeitraum mitnehme und bei Abostufe 3 bleibe, dann habe ich also im nächsten Jahr 256.000 Wörter zur Verfügung, richtig?

Tim: Genau, 240.000 plus 16.000. Ich kann aber auch zu Stufe 4 wechseln, wenn ich mein Limit für Stufe 3 überzogen habe. Wenn ich feststelle, dass meine Abostufe für meinen künftigen Bedarf zu hoch ist, kann ich umgekehrt natürlich auch ungenutztes Volumen mitnehmen und eine Stufe nach unten gehen. Einfach und transparent – das ist immer das Ziel. Es gibt keine finanziellen Überraschungen und der Verbrauch kann Monat für Monat detailliert nachverfolgt werden.

In unserem Online-Kundenportal wird das verbrauchte Volumen quasi in Echtzeit aktualisiert. Bei jeder Bestellung wird die Wortzahl vom abonnierten Volumen abgezogen, und das Verbrauchsdiagramm zeigt genau an, wie viel verbraucht und wie viel noch „auf dem Konto“ ist.

Screenshot von WordStore

Anhand der Grafik lässt sich der tatsächliche Verbrauch sehr leicht mit der Bedarfsprognose vergleichen und alle User können nachvollziehen, für was das Guthaben bisher ausgegeben wurde.

Ian:Wie unterscheidet sich das Abomodell vom herkömmlichen Vertragsverhältnis zwischen Kunde und Übersetzungsbüro?

Tim:So ziemlich alle Übersetzungsbüros arbeiten projektbasiert nach Wort- oder Zeilenpreisen, die von Sprache zu Sprache unterschiedlich sind. Beim WordStore-Abo zahlt der Kunde eine für 12 Monate festgelegte Monatsgebühr und kann den Rest des administrativen Aufwands vergessen! Das macht die Sache sehr viel einfacher, weil man sich einmal zu Beginn der Abo-Laufzeit festlegt und nicht jedes Projekt neu abgezeichnet werden muss. Bei allem, was wir in den letzten Jahren entwickelt haben, standen Transparenz und Einfachheit für uns im Mittelpunkt. Und das nicht nur bei den geschäftlichen Abläufen, sondern bei jedem einzelnen Projekt.

Ian:Gibt es noch andere Übersetzungsbüros, die so etwas anbieten?

Tim:Soweit wir wissen, nicht. Es gibt Tausende von Übersetzungsfirmen, sodass uns natürlich einige entgangen sein können. Aber wir haben mit vielen Branchenführern gesprochen und glauben, dass wir derzeit das einzige Unternehmen sind, das ein Abonnement für Übersetzungen anbietet.

Ian:Warum ist erst jetzt jemand auf diese Idee gekommen?

Tim:Im Grunde geht es hier um die Frage, ob eher die Kunden gegen ein solches Preismodell sind oder die Übersetzungsdienstleister selbst. Ich glaube, Letzteres ist der Fall. Ausnahmslos alle Kunden, mit denen wir gesprochen haben, verstehen die Idee sofort. Das heißt nicht, dass jeder von ihnen sofort ein Abo bestellen wird, aber das Konzept ist für alle verständlich. Und allen gefällt, wie einfach und transparent es ist. Es sind die Dienstleister, die hier über ihren Schatten springen müssen. Unterschiedliche Sprachen verursachen bei den Übersetzungsdienstleistern unterschiedliche Kosten, wie bereits erwähnt. Wenn ich also sage, dass ein Kunde tausend Wörter Norwegisch für denselben Preis bestellen kann wie tausend Wörter Spanisch, dann geht das den meisten Anbietern gegen den Strich.

Beim Übersetzungsabo zahlt der Kunde die erwähnte, für 12 Monate festgelegte Pauschalgebühr. Das macht die Sache sehr viel einfacher, weil man sich einmal zu Beginn der Abo-Laufzeit festlegt und nicht jedes Projekt neu abgezeichnet werden muss.

Man braucht eigentlich nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie das funktionieren kann. Allerdings muss man damit leben können, dass einige Projekte weniger rentabel sind als andere. Aber insgesamt ist unsere Marge dennoch akzeptabel und für den Kunden wird es wie gesagt deutlich einfacher – das ist das große Plus für den Kunden und für uns.

Im Gegensatz zu vielen anderen Übersetzungsbüros sind wir sehr technikaffin und unser wachsendes Entwicklerteam kann unsere Ideen genau so umsetzen, wie wir es uns vorstellen. Diese interne technische Kompetenz ist ein riesiges Plus für unsere Firma.

Ian:Welcher Kundentyp profitiert am meisten von einem Abonnement?

Tim:Den größten Vorteil haben natürlich die Kunden, die regelmäßig Übersetzungen in Auftrag geben. Wenn man ein einmaliges Übersetzungsprojekt wie eine Website-Übersetzung hat, sind der Bedarf oder die Herausforderungen vielleicht nicht so groß. Allerdings finden auch Website-Übersetzungen selten isoliert statt, weil es fast immer kontinuierlichen Übersetzungsbedarf irgendeiner Art gibt. Viele Firmen betreiben regelmäßige Marketingkampagnen, zum Beispiel per E-Mail oder in den sozialen Medien, und brauchen Übersetzungen von Blog-Inhalten, Pressemitteilungen oder begleitende Inhalte für Produkteinführungen.

Nach der ersten Übersetzung fallen in der Regel auch Folgeübersetzungen an, sodass es letztlich sehr viele Kunden gibt, die in irgendeiner Form von unserem Aboservice für Übersetzungen profitieren würden.

About the authors

Tim Branton Tim Branton

Tim Branton is PureFluent's CEO and a passionate advocate for the role of technology in the language industry. He has 30 years of business experience across the chemicals, telecoms, business services and software sectors in the UK, Singapore, Japan, China and South Africa.


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Ian Gilchrist Ian Gilchrist

Ian has worked in music and home entertainment product development, marketing, and journalism in the U.S., Canada and the UK, where he currently lives, for over 30 years.

In that time he's has aided and abetted an eclectic array of artists including Alison Krauss, Talking Heads, Madeleine Peyroux and Slade, and has worked for a diverse range of labels and companies including Universal Music (Canada), Pioneer LDC (Europe), Milan Records (France), the British Film Institute (BFI), Rounder Records Group (Canada) and BMG (UK). In his guise as a film journalist Ian's interviewed many renowned and influential people, including director John Carpenter (Halloween), actors Jesse Eisenberg (The Social Network) and Tom Hardy (Venom), director Roman Polanski (Chinatown), and many more.


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